Orchideen umtopfen – Eine Schritt für Schritt-Anleitung

Es ist Frühling und gut gepflegte Orchideen fangen nun vermehrt an, neue Wurzeln zu bilden und an neuen Blättern zu basteln. Der Frühling eignet sich damit auch ideal zum Umtopfen der Orchideen. Zwar kann man auch in allen anderen Jahreszeiten umtopfen. Erfahrungsgemäß stecken die Orchideen das Umtopfen in unseren Breiten aber im Frühjahr besonders gut weg, da sie mit den wärmer werdenden Temperaturen und dem Mehr an Licht schnell neue Wurzelmasse aufbauen können.

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Als Faustregel gilt: Ein Jahr nach dem Kauf solltet ihr eure Orchidee erstmals umtopfen bzw. ihr frisches Substrat gönnen und dann alle zwei Jahre wieder.

Orchideen umzutopfen erfordert etwas Übung, macht aber auch Spaß. Vor allem, wenn alles fertig ist und man sich am Ergebnis erfreuen kann. Ich gebe euch im folgenden Beitrag eine Schritt für Schritt Anleitung, die euch das Umtopfen erleichtert. Auf den Bildern seht ihr einen speziellen Orchideentopf, das Orchitop (Affiliate-Link*). Die Anleitung bezieht sich aber natürlich auch genau so auf normale Töpfe.

Ihr könnt übrigens auch blühende oder knospige Orchideen umtopfen. Vor allem Multihybriden macht das meist nichts. Schlimmstenfalls werden die Blüten schneller welk oder die Orchidee lässt ihre Knospen vertrocknen. Aber ich habe bisher nach dem Umtopfen selten Klagen solcher Art von meinen Orchideen gehört :).

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Orchideen umtopfen – Vorbereitungen:

  • Müllsäcke aufschneiden und als Schmutzfänger auslegen. Oder das Umtopfen nach Möglichkeit gleich in den Garten oder auf den Balkon verlegen.
  • Scharfe Schere griffbereit haben (wenn möglich sterilisiert)
  • Frisches Orchideensubstrat bereit stellen
  • Für den Fall der Fälle neue Plastiktöpfe in verschiedenen Größen vorrätig haben
Orchideeen umtopfen
Die Utensilien, die ihr zum Orchideen umtopfen griffbereit haben solltet.

Orchideen umtopfen Schritt 1: Die Orchidee aus dem Topf lösen

Um eure Orchidee umzutopfen, müsst ihr sie natürlich erst einmal aus ihrem Topf lösen. Das ist mitunter gar nicht so einfach, da Orchideen mit gutem Wurzelwerk sich gerne mit ihren Wurzeln am Topfrand festhalten oder aber durch die Löcher im Boden durchwachsen. Meist lassen sich die Wurzeln am Topfrand ganz gut lösen, indem man den Topf vorsichtig mit den Fingern knetet. So lockert sich das Innere und die Wurzeln lösen sich ohne größeren Schaden vom Topfrand ab.

Habt ihr das geschafft zieht ihr die Wurzeln, die durch die Löcher am Boden gewachsen sind, vorsichtig eine nach der anderen nach oben aus dem Topf. Sollte das gar nicht funktionieren oder sollten sich die Wurzeln partout nicht vom Topf lösen lassen, könnt ihr auch zur Schere greifen und den Topf aufschneiden, so dass ihr an die Wurzeln ran kommt. Hat der Topf danach nur ein paar Risse, könnt ihr ihn trotzdem erneut verwenden. Ansonsten nehmt ihr einfach einen neuen Topf.

Alternativ kann man die Orchidee vor dem Umtopfen auch für eine Stunde oder länger ins Wasserbad stellen. So werden die Wurzeln geschmeidiger und lassen sich manchmal besser ablösen. Probiert am besten aus, wie es für euch und eure Orchideen am besten klappt. Manche Orchideen sind da auch ganz pflegeleicht und fallen fast schon von selbst aus dem Topf.

Orchideen umtopfen
Das frisch aus dem Topf gelöste Wurzelwerk. Die beiden herabhängenden Wurzeln unten waren schon durch den Topfboden gewachsen.

Orchideen umtopfen Schritt 2: Das alte Substrat entfernen

Habt ihr die Orchidee erfolgreich mit all ihren Wurzeln aus dem Topf gelöst kommt auch schon die zweite Herausforderung auf euch zu. Nun heisst es, das alte Substrat von den Wurzeln zu entfernen. Auch hier gibt es einige Exemplare, die lassen es freiwillig fallen. Nicht wenige jedoch haben sich mit ihren Wurzeln am Substrat festgehaftet. Das ist an sich nichts Schlechtes, denn es zeigt, dass die Orchidee gut gewachsen ist und sich stabil im Substrat verankert hat.

Da sie nun neues Substrat bekommen soll muss man dieses oft gar nicht so zarte Band jedoch leider wieder lösen. Auch hier gilt, mit Vorsicht an die Sache heran zu gehen und die anhaftenden Substratstückchen so zu entfernen, dass möglichst keine Wurzel zu Bruch geht. Es sei denn, die Wurzel ist sowieso schon vertrocknet, aber dazu mehr in Schritt drei.

Stellen sich manche Substratanhaftungen als echte Härtefälle heraus, die sich um keinen Preis ablösen lassen wollen, so kann man diese dann in Ausnahmefällen auch einfach an den Wurzeln belassen. Man sollte aber versuchen, möglichst viel altes Substrat zu entfernen, um Platz für neues Substrat zu machen.

Orchideen umtopfen
Das alte Substrat ist fast vollständig entfernt – in diesem Fall habe ich die Orchidee nach dem Herauslösen aus dem Topf noch ein wenig getaucht, um das alte Substrat leichter entfernen zu können.

Orchideen umtopfen Schritt 3: Vertrocknete Wurzeln abschneiden

Ist Schritt 2 erledigt kommen wir sozusagen zur Pediküre für die Orchideen. Hat eine Orchidee längere Zeit in ihrem Topf gesessen, so sind mit Sicherheit einige oder auch viele der Wurzeln im Topf abgestorben. Das ist zunächst ganz normal und hat etwas mit Alterungsprozessen zu tun.

Abgestorbene Wurzeln erkennt man daran, dass sie entweder total vertrocknet oder aber total matschig sind. In letzterem Fall kann es sein, dass die Orchidee zu fleißig gewässert wurde oder das Substrat so alt war, dass es nicht mehr richtig abtrocknen konnte. Es ist also erst Recht höchste Zeit zum Umtopfen.

Zum Wurzeln entfernen nimmt man einfach eine möglichst spitze und scharfe Schere zur Hand – im Handel gibt es auch spezielle Orchideenscheren, die sich ganz gut eignen – und schneidet Stück für Stück alle die Wurzeln ab, die abgestorben sind. Die noch vitalen, grünen oder auch silbrigen, prallen Wurzeln lässt man natürlich an der Pflanze und versucht, sie möglichst wenig mit der Schere zu traktieren.

Verletzt man eine der intakten Wurzeln versehentlich einmal, kann man hochwertigen Zimt auf die “Wunde” geben. Dieser wirkt antibakteriell und schützt vor Keimen und Schädlingen, die sonst in die Wunde eindringen könnten.

Erste Hilfe für Orchideen
Der Wurzelballen ist von toten Wurzeln befreit. Nun kann die Orchidee zurück in den Topf.

Orchideen umtopfen Schritt 4: Die Orchidee zurück in den Topf bringen

Hat man alle abgestorbenen Wurzeln entfernt heisst es: Gesunde Wurzeln zurück in den Topf. Ja, richtig, zurück in den Topf heisst, dass ihr sie wieder in den alten Topf setzen sollt. Diesen solltet ihr natürlich vorher einmal gründlich mit heißem Wasser und einer Bürste auswaschen und reinigen.

Ein neuer, größerer Topf ist wirklich nur nötig, wenn die Orchidee so an Wurzelmasse zugenommen hat, dass die Wurzeln selbst nach der Pediküre nicht mehr in den alten Topf hinein passen. Oder aber sie passen gerade so, es ist aber dann kein Platz mehr für das frische Substrat.

In allen anderen Fällen und generell gilt: Für Orchideen lieber einen zu engen als einen zu weiten Topf nehmen. Der Hintergrund ist, dass bei zu großen Töpfen nach dem Wässern das Substrat nicht schnell genug wieder abtrocknen kann. Und dann besteht die Gefahr, dass euch die Wurzeln wegfaulen. Also merken: Orchideen mögen es eng im Topf.

Und wie bekommt man die Wurzeln nun wieder in den Topf? Ich gebe immer zuerst eine Schicht Substrat in den Topf, sozusagen als Grundlage. Dann lege ich die Enden der Wurzeln in den Topf und drehe den Topf stetig in eine Richtung, so dass sich die Wurzeln langsam aber sicher in den Topf hinein drehen. Das mache ich so lange, bis alle Wurzeln zurück im Topf sind und die Pflanze selber am Topfrand aus dem Topf schaut.

Manchmal ist das Ganze etwas friemelig, aber irgendwie sind bisher noch immer alle Wurzeln wieder in den Topf gekommen. Auch hierbei heisst es Geduld haben und nicht mit Gewalt vorgehen, denn dann brechen die Wurzeln.

Orchideen umtopfen
Es hat sich bewährt, die Wurzeln langsam und Stück für Stück per Drehbewegung in den Topf hinein zu drehen.

Orchideen umtopfen Schritt 5: Den Topf mit Substrat auffüllen

Nun habt ihr es fast geschafft. Aber eine Hürde wartet noch auf euch. Die Orchidee will natürlich nicht mit nackten Wurzeln im Topf sitzen, sondern fordert ihr frisches Substrat ein. Nach dem ganzen Stress völlig zu Recht, wie ich finde. Da sind ja nun aber schon ganz viele Wurzeln im Topf, so dass man das Substrat nicht einfach hinein kippen kann und alles ist gut.

Der Trick: Das Substrat von oben in den Topf geben und dann mit dem Topf immer wieder leicht auf den Tisch oder eine andere Unterlage klopfen, so dass das Substrat langsam von oben nach unten durchrieselen kann. Diesen Vorgang – also Substrat von oben auffüllen und es durchs Klopfen zwischen die Wurzeln in den Topf befördern – so lange wiederholen, bis möglichst alle Zwischenräume zwischen den Wurzeln gut mit Substrat gefüllt sind.

Auch wenn es anfangs mühselig wirkt, es stellen sich schnell Erfolge ein und nach kurzer Zeit heisst es: FERTIG – und eine frisch umgetopfte Orchidee strahlt euch an und kann zurück an ihren Platz!

Nach dem Umtopfen:

  • Altes Substrat entsorgen, denn es ist wahrscheinlich zersetzt und mit Salzen aus dem Dünger angereichert und eignet sich daher nicht mehr, zumindest nicht für eure Orchidee.
  • Die Orchidee mehrere Tage nicht Wässern, damit eventuell entstandene “Wunden” an den Wurzeln sich schließen können und es nicht zu Infektionen kommt.
  • Sich des schönen Anblicks einer frisch umgetopften Orchidee erfreuen und bei vorgedüngtem Orchideensubstrat dem möglichst kalkarmen Wasser für eure Orchideen erst einmal einen Monat lang keinen Dünger zugeben.
Orchideen umtopfen
Das Orchideen umtopfen ist geschafft. Nun ist alles startklar für die nächste Blütenpracht.

Ich bin gespannt, ob euch meine Anleitung weiter geholfen hat. Vielleicht habt ihr ja auch noch den einen oder anderen Tipp auf Lager, den ihr in Sachen Orchideen umtopfen verraten möchtet? Ich freue mich auf eure Kommentare!

Und getreu dem Motto „Nach dem Umtopfen ist vor der Blüte“ habe ich hier 5 Tipps für euch, wie ihr eure Orchideen wieder zum Blühen bringt.

Dieser Beitrag ist unter dem Titel „Orchideen umtopfen – Schritt für Schritt“ in ähnlicher Form ebenfalls erschienen auf dem für Hobbygärtner sehr empfehlenswerten Blog „Diese Rombergs„.

*Es handelt sich um einen Affiliate-Link, das heißt, wenn du auf der verlinkten Website etwas kaufst, erhalte ich eine Provision. Dies hat keinerlei Einfluss darauf, wie ich ein Produkt oder einen Anbieter bewerte. Ich empfehle nur Produkte bzw. Anbieter, hinter denen ich auch wirklich stehe.


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38 Kommentare

  1. Hallo Jessica, ich habe eine wunderschöne Orchidee geschenkt bekommen,sie blüht jedes Jahr mehrmals. 2 Plflanzen damals sicher kleine Pflanzen wurden in einen Topf gepflanzt. Nun quellen die Lurftwurzeln überal raus, es scheint der Topf ist nur noch voler Wurzeln, würde siegerne umtopfen und auch die Planzen trennen. Aus dem Topf nehmen war schon sehr schwierig,die wurzel sind so fest verbunden,daß ich mich nicht wage die Pflanzen zu trennen, weil die Wurzeln sicher dadurch schwer beschädigt werden. Ich habe auch festgestelt, daß im Inneren den Wurzelballens noch altes Substrat ist, an das ich aber ohne die Wurzeln zu beschädigen nicht dran kommen kann. Was mache ich am besten, einfach dirn lassen und einen größeren Topf nehmen? Bin mir unsicher. Danke für deine Hilfe und liebe Grüße, Judith

    • Hallo Judith, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich würde die Pflanzen zusammen in einen etwas größeren Topf pflanzen und sie nicht mit Gewalt trennen. Wenn du sie dennoch unbedingt trennen möchtest mache nach der Aktion Zimt auf verletzte Wurzelstellen und warte mit dem Wässern ein wenig. Viel Erfolg und liebe Grüße. Jessica

  2. Hallo jessica
    Ich habe seit einem Jahr orhiden,ich habjetzt nun 5 stk eine davon geht’s leider nicht gut die Blätter sind kläbrig und der Subtrat hat auch Schimmel! Kann ich retten oder neue kaufen ? Trotz kläbrig Blätter hat er geblüht.
    2 frage kann ich die orhiden in eine grosser top umflanze würde das meine orhiden schaden. LG mürside

    • Hallo Mürside,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Klebrige Blätter an sich sind erst mal kein Problem. Solange die Blätter fest sind ist sicher alles ok. Gegen den Schimmel kannst du die Orchidee einfach einmal in frisches Substrat umtopfen. Einen größeren Topf solltest du nur nehmen, wenn die Wurzeln nicht mehr in den alten Topf passen. Ansonsten lieber einen kleineren Topf wählen, damit das Substrat gut und schnell abtrocknen kann. Sonst faulen die Wurzeln.
      Viele Grüße Jessica

  3. Hallo dein Blog ist total klasse! 🙂

    Deine Anleitung zum Umtopfen ist super gut geschrieben und hat mir sehr geholfen. Dankeschön!

    Eine Frage hätte ich aber noch;
    ich habe eine recht große Orchidee die ich beim Umtopfen nicht mehr in ihren ursprünglichen Topf zurück bekommen habe (aufgrund von zu vielen Wurzeln). Da ich leider keinen größeren Topf da hatte, habe ich sie kurzerhand mit Orchideensubstrat in eine blau durchsichtige Vase gepflanzt.
    Kann ich sie in der Vase lassen oder sollte ich sie doch besser wieder in einen Orchideentopf mit Übertopf pflanzen?
    Wieviel Luft benötigen die Wurzeln?

    Viele Grüße Ines

    • Hallo Ines, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich würde dir raten die Orchidee möglichst wieder in einen normalen Topf zu pflanzen. Das Problem bei Vasen ist, dass das Wasser unten nicht ablaufen kann. So kann es schnell zu Staunässe und dann zum Faulen und Absterben der Wurzeln kommen. Viele Grüße Jessica

  4. Hallo . Ich habe eine orchidee in so einen hohen Glas bekommen. Wollte sie da raus machen dabei ist die orchidee raus aber der Plastik Topf ging nicht mit durch .also ich hab denn die orchidee neu in einen übertopf mit rindenmulch gepflanzt . Wüsste sonst nicht was ich machen kann . Ob sie überlebt? Würde mich über Antwort freuen . Lg .

    • Hallo Jennifer, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich würde die Orchidee möglichst schnell aus dem Rindenmulch befreien und in spezielles Orchideensubstrat pflanzen. Der Mulch ist für Orchideen in der Regel nicht geeignet, da er meist zu reich an Nährstoffen ist. Das kann die Wurzeln schädigen. Viele Grüße Jessica

  5. Hallo,

    interessante und informative Beiträge hier, super. Habe längere Zeit als stiller Gast nur mitgelesen und mich jetzt mal angemeldet.
    Ich würde mich freuen, wenn ihr bei Gelegenheit auch einmal auf meinem Blog zum Thema Textilreinigung vorbeischauen würdet.

    Alles Liebe

    Herbert

    Rotweinflecken

  6. Hallo,

    interessante und informative Beiträge hier, super. Habe längere Zeit als stiller Gast nur mitgelesen und mich jetzt mal angemeldet.
    Ich würde mich freuen, wenn ihr bei Gelegenheit auch einmal auf meinem Blog zum Thema Textilreinigung vorbeischauen würdet.

    Alles Liebe

    Herbert

    Deoflecken

  7. Hallo Jessica, danke für die tolle Anleitung, aber eine Frage habe ich doch noch: die Wurzeln sind zwischendurch vertrocknet und dann wieder „saftig“, was mache ich mit denen? Liebe Grüße Jacqueline

    • Liebe Jaqueline, vielen Dank für deinen Kommentar und das Lob. Alle Wurzeln die noch saftig sind unbedingt dran lassen, auch wenn sie zeitweise etwas austrocknen. Viele Grüße Jessica

  8. Meine Orchideen sind nur am blühen, aber schon aus dem Topf herausgewachsen es haben sich viele Luftwurzeln gebildet kann ich auch umpflanzen bei der Blühte Zeit?

    • Hallo Isolde, vielen Dank für deinen Kommentar. Du kannst auch während der Blüte Umtopfen. Schlimmstenfalls wirft die Orchidee die Blüten früher als geplant ab. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest warte, bis die Orchidee verblüht ist und topfe sie erst dann um. Das geht in der Regel auch einfacher, da man nicht darauf achten muss, die Blüten nicht zu beschädigen. Viel Erfolg und Freude mit deinen Orchideen. Liebe Grüße Jessica

    • Hallo Marie, vielen Dank für deinen Kommentar. Die vertrockneten oder matschigen Wurzeln kannst du abschneiden so weit es geht. Gesunde Wurzeln lieber nicht kürzen. Viele Grüße Jessica

  9. Hallo Jessica!
    Vielen Dank für Deinen tollen Blog, durch den ich mich heute durchgelesen habe. Ich habe heute 2 meiner Orchideen-Sorgenkinder umgetopft. Die eine sah von den Wurzeln noch ganz gut aus, und ich musste nicht viel schneiden. Die andere hatte bis auf 2-3 Wurzeln nur noch fauliges Material. Die Blätter der Pflanze sehen aber sehr gesund aus. Ich bin gespannt, ob diese Pflanze es schafft. In jedem Fall hat mir dein Artikel sehr geholfen. Ich hoffe dann mal darauf, dass sie sich wieder berappelt. In jedem Fall weiss ich jetzt, warum sie nicht mehr blühen wollte. Lieben Gruß und Kompliment für deinen Blog. Nicole

    • Hallo Nicole, vielen Dank für deinen Kommentar. Es freut mich sehr, dass dir mein Beitrag geholfen hat und dir mein Blog gefällt. Viel Freude noch mit deinen Orchideen. Solange die Blätter gut aussehen und noch Wurzeln da sind denke ich wird das schon wieder. Viele Grüße Jessica

  10. Die erste supergute Umtopf-Anleitung, die ich lese. Habe das Umtopfen meiner Orchideen schon einmal nach einer anderen Anleitung probiert, was dann nicht gut gelang u.a. verletzte ich auch etliche Wurzeln. Trotzdem erfreuen mich meine „alten“ Orchis mit einer wahren Blütenpracht und vielen, vielen Luftwurzeln. Zwei Fragen noch zum Umtopfen: Durch die vielen Jahre bedingt wachsen die Orchideen immer weiter nach oben, verlieren immer mal wieder die unteren Blätter, so dass sich ein blattloser, grüner „Stamm“ entwickelt. Das sieht einfach nicht nur mehr schön aus, sondern die Pflanze wächst mehr und mehr zur Seite. Meine 1.Frage: Kann ich den „Stamm“ bis zu den unteren Blättern aus denen Wurzeln abschneiden? Wenn ja, – in der Blühperiode oder danach?
    Meine 2.Frage: Luftwurzeln, kann ich diese mit in das Substrat eintopfen?

    • Hallo Margot, vielen Dank für deinen Kommentar und das Lob, das freut mich sehr. Luftwurzeln mit einzutopfen ist kein Problem, das kannst du auf jeden Fall machen. Den Stamm habe ich persönlich noch nie abgeschnitten und wäre da vorsichtig, was Infektionen etc. angeht. Vielleicht kannst du es an einer Orchidee probieren, bei der es nicht ganz so schlimm wäre, wenn sie es nicht so gut verkraftet. Viel Erfolg und Vergnügen weiterhin mit deinen Orchideen. Viele Grüße Jessica

  11. Hallo Jessica

    Danke für deine sehr ausführliche Umtopfanleitung! Ich hab dennoch 2 Fragen:
    meine Orchidee (keine besondere, aus dem Obi) blüht seit diesem Jahr wie eine Wilde. Inzwischen ist der 3. Blütenstengel fast fertig, die ersten Knospen sieht man schon. Die anderen beiden Stengel haben zwischen 5 und 15 Blüten. Nun hab ich beim Gießen aber gesehen, dass unten mehrere Wurzeln aus dem (Original)Topf kommen. Ist es jetzt ratsam umzutopfen? Oder sollte ich warten, bis die Blüten verwelkt sind. Ich befürchte allerdings, dass das noch Monate dauern wird. Ist ja auch handwerklich schwierig, das Substrat reinzuklopfen, wenn oben die langen Blütenstengel mitwippen.
    Meine 2. Frage ist unabhängig vom Umtopfen. Seit diese Orchidee einen neuen Platz hat, blüht sie nicht nur wie wild sondern es wachsen auch noch jede Menge Luftwurzeln. Und zwar so viele, dass der Strunk in der Mitte total „durchlöchert“ wirkt. Ich vermute zwar, dass das nicht schlimm ist, aber ich wollte zumindest mal nachfragen.
    Vielen Dank schonmal 🙂

    • Hallo Torsten, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich würde einfach warten, bis die Orchidee verblühtverblüht ist und erst danndann Umtopfen. Es sei denn der Orchidee geht es zwischenzeitlich schlecht. Dass der Stamm wie durchlöchert aussieht ist gar nicht schlimm. Viele Wurzeln sind immer gut :). Viel Freude und Erfolg weiterhin mit deinen Orchideen. Liebe Grüße Jessica

  12. Hallo Jessica, zunächst ein Lob für Deinen Blog.
    Aber … wo hast Du diese Töpfe,kann man dazu Topf sagen, her.
    Leider finde ich im Blog kein Hinweis und auch sonst im Internet habe ich das noch nie gesehen.
    Grüße Meggy

    • Hallo Meggy, vielen Dank für deinen Kommentar und das Lob! Such im Netz oder hier auf dem Blog mal nach Orchitop, dann solltest du schnell fündig werden. Viele Grüße Jessica

  13. die umtopfanleitung ist klasse und habe shcon hie und da einen erfolg damit gehabt. nun macht mir meine „queen“ kummer, sie blüht wie verrückt, nie ohne blüte, und nun bekommt sie welke blätter, und ich angstherzschmerzen. was kann ich tun?

      • Vielen lieben Dank für das schnelle Feedback Jessica, es ist eine große, weiße Phalaenopsis, immer mit ca. 30-40 blüten. ich habe es gewagt und sie ausgetopft, Schock schwere Not, zu nass, faule Wurzeln. In grobes Substrat umgetopft nach einem Wurzelschnitt wie beim Friseur, das Baby abgeschnitten und hoffentlich gerettet. Ich tauche jeden Sonntag, nun denke ich , mache ich es nur noch alle 14 Tage. Die gelbe Phalaenopsis, gleiches Problem, gleiche Behandlung. nun schaue ich was passiert. Ich denke ich dünge erst in 3 Monaten wieder, ist das ok? Es grüßt ganz lieb mit ihren anderen Orchidenn maria

  14. Also dann mal mein Kommentar 🙂
    Ihre anleitung ist wirklich sehr anschauungsvoll und gut nachvollziehbar.
    Vielen Dank und Ihnen ein grüßes Händchen und viel Erfolg bei der Orchideenpflege
    Liebe Grüße aus München
    Rudolf Schmittner

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