Phalaenopsis Orchideen pflegen

Die Phalaenopsis oder auch Schmetterlingsorchidee ist die wohl beliebteste Orchidee auf der Fensterbank. Kein Wunder, denn sie ist besonders pflegeleicht. Ich verrate dir, wie du sie pflegst, damit sie dich mit reichlich Blüten belohnt.

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Heller, warmer Platz ohne direkte Sonne erwünscht

Die Phalaenopsis sollte einen hellen Platz bekommen, an dem sie keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Morgen- und Abendsonne werden aber in der Regel gut vertragen. Am besten eignen sich Ost- oder Westfenster.

Ausserdem sie es gerne ganzjährig mucklig warm. Und ist uns damit sehr ähnlich. Wohl auch ein Grund, weshalb sie so beliebt ist. Bei um die 20 Grad Raumtemperatur fühlt sie sich sehr wohl. Ein wenig mehr darf es auch gerne sein.

Temperaturen dauerhaft unter 16° Celsius dagegen bekommen ihr nicht so gut. Kurzzeitig verträgt sie diese aber und kann dadurch sogar zur Blüte angeregt werden.

Phalaenopsis nach Bedarf wässern

Die Wurzeln der Phalaenopsis dürfen nie für längere Zeit im Wasser stehen oder gar Staunässe ausgesetzt sein, denn dann fangen sie an zu faulen und die Pflanze stirbt im schlimmsten Fall ab.

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Es ist deshalb wichtig, sie in ein durchlässiges Orchideensubstrat zu topfen, dass nach dem Wässern schnell wieder abtrocknet.

Es hat sich bewährt, sie je nach Wetter und Wasserbedarf der jeweiligen Pflanze etwa alle ein bis zwei Wochen in Wasser zu tauchen und danach vollständig abtropfen zu lassen, bevor man sie zurück in den Übertopf stellt.

Die Phalaenopsis ist eine der unkompliziertesten Orchideen überhaupt – und daher sehr beliebt auf der Fensterbank.

Spezieller Orchideendünger liefert der Phalaeopsis Nährstoffe

Etwa einmal im Monat kannst du dem Wasser speziellen, niedrig dosierten Orchideendünger zugeben. Etwa alle zwei Jahre ist es sinnvoll, die Pflanze in frisches Substrat umzutopfen. Die Hauptblütezeit von Phalaenopsis ist im Herbst und Winter. Einige Arten treiben an bereits verblühten Blütentrieben einige Zeit später neue Blüten aus.

Nur vertrocknete Blütentriebe abschneiden

Solange der Blütentrieb noch grün ist, sollte man ihn deshalb an der Pflanze belassen. Man kann ihn über einem der gut sichtbaren Knoten kürzen, um die Pflanze so zur erneuten Blüte anzuregen.

Insgesamt ist die Phalaenopsis eine der pflegeleichten Orchideengattungen. Meist sind Multihybriden robuster und daher für Anfänger besonders geeignet.

Naturformen haben mitunter gezieltere Ansprüche an ihre Kultur. Es empfiehlt sich daher, sich vor dem Orchideenkauf über die Ansprüche der jeweiligen Art zu informieren.

Zur Übersicht über alle bekannten Orchideengattungen und zu weiteren Pflegeanleitungen.

Steckbrief Gattung Phalaenopsis


Erstmals beschrieben durch: 1825 errichtete der Botaniker Carl Ludwig Blume die Gattung Phalaenopsis offiziell. Schon über 100 Jahre zuvor hatte Georg Joseph Kamel aber bereits die erste Art der Gattung Phalaenopsis beschrieben, die zunächst aber einen ganz anderen Gattungsnamen trug. Später wurde sie dann in Phalaenopsis aphrodite umbenannt. Im Jahr 1753 hatte der berühmte Botaniker Carl von Linné der Gattung bereits den botanischen Namen Phalaenopsis ins Leben gerufen, da ihn die Blüten der Phalaenopsis an Motten erinnerten, die damals den Gattungsnamen Phalaena trugen.

Arten: Aufgrund ihrer langen Geschichte als Zierpflanze gibt es in der Gattung Phalaenopsis unzählige Hybriden und Kreuzungen. Vor allem die auf bestimmte Merkmale hin gezüchteten Multihybriden sind weit verbreitet. Neben den Kreuzungen werden im Fachhandel aber auch Nachzüchtungen von Naturformen und Primärhybriden angeboten. Man geht von etwa 100 natürlichen Phalaenopsis-Arten und Unterarten aus, die zum Teil sehr selten und daher sehr wertvoll und bei Sammlern begehrt sind. Die größte Phalaenopsis-Art ist Phalaenopsis gigantea, deren Blätter deutlich über einen halben Meter lang werden können.

Ursprüngliche Verbreitung: Sie stammt ursprünglich aus Südostasien und kommt dort in den tropischen Regenwäldern vor. Man findet sie heute in der Natur vor allem auf den Philippinen und auf den indonesischen Inseln, aber auch in Bhutan, Myanmar, Südchina, Taiwan und sogar in Queensland im Norden Australiens.

Wuchs und Blüte: Die Phalaenopsis gehört zu den monopodial wachsenden Orchideen. Das bedeutet, dass sie einen Stamm haben, aus diesem sie durch die Bildung neuer Herzblätter immer weiter nach oben wachsen. Bildet eine Phalaenopsis einen „Seitentrieb“ aus, so handelt es sich dabei immer um einen Ableger, auch Kindel genannt. Dieser ist eine eigenständige Pflanze, die genetisch mit der Mutterpflanze identisch ist. Die Größe der Blätter unterscheidet sich je nach Art oder Kreuzung. Auch panaschierte – also gefleckte – Blätter sind möglich. Die Blüten wachsen an seitlich aus dem Stamm der Pflanze entspringenden Blütentrieben und unterscheiden sich in Farbe, Musterung und Größe ebenfalls je nach Art oder Kreuzung deutlich. Es gibt Arten, deren Blüten nur wenige cm groß sind und auch solche – meist gezüchtete Multihybriden – mit handtellergroßen Blüten. Allen gemeinsam ist, dass sie aus drei Kelchblättern (Sepalen) und drei Kronblättern (Petalen) aufgebaut sind. Ein Kronblatt ist dabei immer zu einer Lippe (Labellum) geformt. Die Vielfalt der Orchideenblüten lässt sich ansatzweise erahnen in der Bildergalerie.

Kultur: An ihrem Naturstandort hat die Phalaenopsis Tagestemperaturen zwischen 25 und 35°C, in der Nacht sinken die Temperaturen auf 15 bis 25°C ab. Ihr Standort ist gekennzeichnet durch viel Niederschlag und eine durchgehend hohe Luftfeuchtigkeit. Sie hat meist viel Licht, aber keine direkte Sonneneinstrahlung. Für die Kultur in den eigenen vier Wänden kann man sich an den Ansprüchen am Naturstandort orientieren.

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