Orchideen gießen: Tipps & Tricks

Orchideen gießen – ein schwieriges Unterfangen? Oft berichten mir Freunde, dass sie schon die eine oder andere Orchidee um die Ecke gebracht haben. Und fast immer stellt sich nach kurzer Ursachenforschung heraus, dass das mit dem Wässern zu tun hatte.

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Deshalb möchte ich ein paar hilfreiche Infos und Tipps zum Thema Wässern geben, um vielleicht das eine oder andere Orchideenleben zu retten. Denn Orchideen richtig zu gießen ist schon die halbe Miete zum Erfolg mit ihnen.

Mit welchem Wasser soll ich meine Orchideen gießen?

Bis auf wenige Ausnahmen mögen Orchideen weiches Wasser am liebsten. Am idealsten wäre es also in vielen Fällen, die Orchidee mit sauberem Regenwasser zu gießen. Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte hierauf zurück greifen. Ansonsten kommt auch in einigen Wohngebieten weicheres Wasser aus dem Wasserhahn.

Ob das bei euch der Fall ist, könnt ihr ganz einfach auf den Webseiten eurer Wasserversorger nachlesen, denn dort müssten in der Regel die letzten Wasseranlayse-Ergebnisse veröffentlicht sein.

Gehört ihr zu den Haushalten, bei denen das Wasser recht hart, also mit einem hohen Kalkgehalt, aus der Leitung kommt, gibt es mehrere Möglichkeiten fürs Orchideen gießen:

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  • Das Wasser mittels eines Wasserfilters filtern.
  • Das Wasser vor dem Wässern erst eine ganze Weile stehen lassen, so dass sich der Kalk absetzen kann.
  • Destilliertes Wasser im Handel kaufen und euer Leitungswasser damit vermischen oder es mit Dünger aufdüngen. (Achtung: Niemals mit purem destilliertem Wasser gießen!)
  • Eine Osmose-Anlage anschaffen.
  • Euch nur Orchideenarten anschaffen, denen härteres Wasser nichts ausmacht. Zu Letzteren gehören etwa die Frauenschuhe der Gattung Paphiopedilum. Auch viele Multihybriden zum Beispiel von Phalaenopsis sind so robust gezüchtet, dass sie weniger empfindlich gegenüber hartem Wasser reagieren als ihre Vorfahren aus der Natur.

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Welche Temperatur sollte das Wasser beim Orchideen gießen haben?

Einen eiskalten Schauer solltet ihr euren Orchideen beim Wässern nicht über die Wurzeln jagen. Es empfiehlt sich, die Orchideen mit Wasser zu bewässern, dass Zimmertemperatur hat. So bekommt die Orchidee keinen Kälteschock.

Regenwasser an kalten Tagen also lieber erst einmal ein wenig nach drinnen stellen, damit es sich aufwärmen kann. Wasser aus der Leitung lässt sich gezielt mit der richtigen Temperatur abfüllen und kann sofort verwendet werden, wenn es nicht noch anderweitig wegen seiner Härte behandelt werden muss.

Orchideen gießen mit eiskaltem Wasser? Lieber nicht. Das Wasser vor dem Gießen auf Zimmertemperatur erwärmen lassen. So bekommen die Orchideenwurzeln keinen Kälteschock.

Orchideen gießen, tauchen oder sprühen – welche Methode ist die beste?

Hier scheiden sich die Geister zum Thema Wässern wohl am meisten und jeder hat seine eigene Methode und Meinung. Ich verrate euch gerne, welche Methode zur Wässerung für mich ideal erscheint.

Bei mir stehen alle Orchideen entweder mit ihrem durchsichtigen Plastiktopf in Übertöpfen oder aber im Orchitop (Affiliate-Link*). Die Orchideen im Orchitop sind ein Sonderfall. Bei ihnen muss ich lediglich, wenn es an der Zeit ist – dazu im nächsten Abschnitt mehr – den Untersetzer voll Wasser füllen, fertig.

Meine Orchideen in normalen Töpfen mit Übertopf wässere ich, indem ich einfach den Übertopf bis zum Rand mit Wasser auffülle. Dieses lasse ich dann etwa eine halbe Stunde im Übertopf und gieße es dann einfach wieder ab. Wichtig ist, dass das Wasser vollständig abgegossen wird und sich am Ende keine größere Pfütze mehr am Boden des Topfes befindet.

Denn Staunässe ist Gift und die nach meiner Erfahrung häufigste Todesursache von Orchideen. Sie lässt die Wurzeln absterben und sorgt so dafür, dass die Pflanze bald weder Wasser noch Nährstoffe aufnehmen kann. Das führt logischerweise unweigerlich zum Absterben.

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Bloß keine Staunässe!

Wenn ich aus irgenwelchen Gründen einmal keine Zeit habe, die Orchideen zu tauchen, sie aber trotzdem schnell mit etwas Wasser versorgen will, gieße ich pro Orchidee ganz wenig Wasser in den Übertopf. Aber immer nur so viel, dass es auf keinen Fall zur Fäulnis kommen kann.

Und das ist auch wirklich nur eine Notfallmaßnahme. Denn indem man die Orchidee gießt läuft man schnell Gefahr, sie mit nassen Füßen bzw. Wurzeln zurück zu lassen, dass nicht schnell genug aufgenommen werden oder verdunsten kann. Womit wir dann wieder bei der oben schon erwähnten Staunässe wären.

Die Orchideen mit Wasser zu besprühen ist höchstens an sehr heißen Tagen und bei niedriger Luftfeuchtigkeit ratsam. Ansonsten sollte man den Griff zur Sprühflasche lieber vermeiden.

Besprühen? Lieber nicht…

Das Besprühen von Orchideen ist meines Erachtens nicht wirklich nötig und zielführend. Zwar kann man so lokal und für kurze Zeit die Luftfeuchtigkeit in einem Raum mit wenig Feuchte in der Luft erhöhen, viel mehr nutzt das Besprühen meiner Meinung nach aber nicht.

Wassertropfen auf den Blättern können zudem einerseits unschöne Wasserflecken hinterlassen und andererseits, wenn sie nicht schnell genug wieder abtrocknen, gerade in den Blattachseln zu Fäulnis führen. Ich besprühe meine Orchideen aus diesen Gründen schon länger nicht mehr und bisher hat sich keine beschwert.

Ein einfacher Trick, um zu erkennen, ob ihr die Orchideen gießen müsst

Damit es nicht passiert, dass die Orchidee zu früh wieder oder generell zu häufig gewässert wird, gibt es einen ganz einfachen Trick um zu erkennen ob die Orchidee schon wieder Wasser braucht. Ihr hebt sie einfach kurz samt ihrem durchsichtigen Topf aus dem Übertopf heraus. Fühlt sich die Orchidee sehr leicht an und sind bei Phalaenopsis-Orchideen die Wurzeln allesamt silbrig, so ist es Zeit für das nächste Wässern.

Ist dies nicht der Fall und die Orchidee hat noch ein wenig Gewicht und einige Wurzeln sind noch grünlich oder es zeigen sich Wasserdampftropfen im Topf, könnt ihr mit dem Wässern ruhig noch warten.

Lieber einmal zu wenig als einmal zu viel gießen

Generell gilt, dass es der Orchidee weniger schadet, wenn sie einmal zu wenig gewässert wurde als einmal zu viel. Viele Orchideen können eine kleine Trockenphase zum Beispiel während eines Urlaubs erstaunlich gut überstehen – wenn sie nicht gerade in der prallen Sonne auf dem Fensterbrett stehen (was sie ja aber sowieso nicht sollten).

Da ist der Nachbar, den man bittet die Orchideen in der eigenen Abwesenheit zu Wässern, schon deutlich gefährlicher. Der meint es nämlich gerne gut und gibt den Orchideen, wie allen anderen Zimmerpflanzen auch, bei jedem Besuch Wasser. So kann es schnell zu einer bösen Überraschung kommen, wenn man aus dem Urlaub zurückkehrt.

Also einfach merken: Trockenheit halten die meisten Orchideen in der Regel besser aus als andauernde Staunässe. Auch beim Wasser macht die Dosis das Gift.

Orchideen gießen
Die Dosis macht das Gift. Dieser alte Spruch von Paracelsus gilt auch beim Orchideen gießen. Lieber etwas weniger als etwas zu viel!

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24 Kommentare

  1. Hallo Jessica ich bin hier neu im Forum und habe mehrere Fragen: Ich habe meine Phalaenopsis in letzter Zeit in demineralisierten Wasser jede Woche für kurze Zeit (1 Minute) gebadet, da unser Leitungswasser sehr hart ist. Zusätzlich wurden sie mit solchem Wasser täglich besprüht, da die Raumluft sehr trocken ist. Düngung erfolgte alle zwei Wochen mit flüssigem Orchideendünger. Neu wachsende Blätter waren öfters etwas deformiert und zeigten dunkle Flecke. Die Wurzeln haben sich prächtig entwickelt. Jetzt lese ich in einem Beitrag von Ihnen, man solle k e i n demineralisiertes Wasser zum Gießen nehmen. In der der Natur werden diese Epiphyten doch auch mit kaum mineralierten Regenwasser versorgt. Meine Orchideen schieben nach der Blüte immer wieder neue Blütentriebe, deren Blütenknospen allerdings meistens abfallen. Soll man diese Triebe abschneiden und der Pflanze eine Blühruhe verordnen? Gruß Johannes

    1. Hallo Johannes,

      schön, dass du her gefunden hast und vielen Dank für deinen Kommentar! Du kannst deine Orchidee problemlos auch mit demineralisiertem Wasser gießen, wenn du es nicht ausschließlich verwendest. Da du dem Wasser ja wie du schreibst alle zwei Woche Dünger zusetzt passt das so. Oder wie düngst du sie genau? Du kannst die Orchidee übrigens auch etwas länger mit den Wurzeln im Wasser baden lassen. Dann haben die Wurzeln genug Zeit, sich damit vollzusaugen. Sind deine Orchideen Phalaenopsis?

      Deformierte Blätter und dunkle Flecken sind jedenfalls erst einmal kein gutes Zeichen. Sie können auf falsche Pflege, aber auch auf Krankheiten wie Infekte mit Viren und Bakterien hindeuten. Wo genau sitzen die dunklen Flecken denn?

      Auch die abfallenden Blütenknospen können verschiedene Ursachen haben. Ich habe dazu einen eigenen Beitrag hier auf dem Blog. Eine Blühruhe musst du der Pflanze nicht verordnen. Du solltest allerdings schauen, ob der Standort der Pflanze und die Art, wie du sie pflegst, ihren Ansprüchen genügen. Bekommt sie genug Licht? Ist die Luft vielleicht zu trocken? Oder die Temperatur zu niedrig?

      Melde dich gerne, wenn du weitere Fragen hast. Viele Grüße! Jessica

  2. Hallo, bin bei pinterest über deine Tipps gestolpert und finde sie sehr gut erklärt und hilfreich.

    Ich hätte trotzdem eine Frage zur Wassertemperatur zum wässern. Wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, dann reicht es, wenn ich Wasser aus dem Wasserhahn nehme und das dann ein paar Tage stehen lasse und damit dann gieße?

    Bisher habe ich immer lauwarmes Wasser genommen, was immer recht umständlich ist und eigentlich haben wir auch recht hartes Wasser, wodurch sehr kalkhaltig ist.

    Wäre toll, wenn du mir das nochmal für dummies erklären könntest und

    Danke dir

    1. Hallo und vielen Dank für deinen Kommentar. Schön, dass du mich über Pinterest gefunden hast und meine Tipps dir gefallen. Das freut mich sehr!

      Das hast du ganz richtig verstanden. Du kannst einfach Wasser aus dem Hahn zapfen, es ein oder zwei Tage abstehen lassen und dann damit gießen. Das Wasser hat ja dann automatisch Zimmertemperatur, wenn es eine Weile im Raum gestanden hat. Viel falsch machen kannst du also nicht :-).

      Wenn du weitere Fragen hast melde dich gerne.

      Viele Grüße
      Jessica

  3. Guten Morgen, liebe Jessica, ich habe eine generelle Frage zu den Orchideenblaettern: wie alt wird ein normales Blatt und wann fängt es normalerweise an, einzutrocknen?
    Herzliche Grüße und lieben Dank für deinen Rat…
    Monika

    1. Hallo liebe Monika,

      vielen Dank für deinen Kommentar und deine Frage. Sehr spannend und ad hoc habe ich darauf auch keine exakte Antwort. Ich weiß aus Erfahrung nur, dass Orchideenblätter in der Regel – ausser bei blattabwerfenden Orchideen – recht alt werden. Bis sie trocknen und abfallen vergehen mehrere Jahre. Wichtig ist auch, dass bei monopodial wachsenden Orchideen wie der Phalaenopsis die Blätter unten immer die ältesten sind, da neue Blätter nur oben aus dem Herzen kommen. Sind also untere Blätter trocken ist das die normale Alterung und kein Grund zur Sorge. Werden aber Blätter weiter oben vor den unteren trocken und braun, dann stimmt meist etwas nicht.
      Sollte ich über genauere Infos dazu finden, wie alt Orchideenblätter werden, trage ich das nach! Ich schätze aber, dass es von Gattung zu Gattung, Art zu Art und sogar Pflanze zu Pflanze unterschiedlich ist :-).

      Viele Grüße
      Jessica

  4. Liva schweingruber

    Hallo liebe jessica.
    Ich heiss livia und ich habe eine frage wegen orchidee.
    Ich habe zwei und giebe ihnen jede woche eine halbe stunde wasser und lasse sie eine halbe stunde aptropfen, aber sie sind immernoch zimmlich grūnd und ganz wenig weiss an denn wurzeln…kann das heissen das sie zuviel wasser haben und jetzt sterben?
    Sie sehen jede woche so aus, sollte ich vieleicht jede 2 wochen ihnen wasser geben??
    Und muss ich sie umtopfen?
    Ich hoffe das sind nicht löise oder so

    1. Hallo und vielen Dank für deinen Kommentar.
      Das klingt alles gut, da musst du dir keine Sorgen machen. Nicht alle Orchideenwurzeln werden silbrig. Im Winter kannst du versuchen etwas seltener zu Wässern, also vielleicht alle 1,5-2 Wochen und schauen, ob sich etwas ändert. Umtopfen solltest du deine Orchideen alle 2-3 Jahre in frisches Orchideensubstrat. Einen größeren Topf musst du dabei aber nur nehmen, wenn die Wurzeln nicht mehr in den alten passen. Ansonsten kannst du den alten Topf säubern und wiederverwenden. Das Frühjahr ist eine gute Zeit zum Umtopfen. Kennst du meine kinderleichte Schritt für Schritt Anleitung dazu?
      Viele Grüße
      Jessica

  5. Hallo und DAnke für die guten Tipps.
    Im Prinzip komme ich mit Orchideen gut klar, ich habe einige nun schon 2mal geteilt (hatten sowas wie Tochterpflanzen gebildet und die habe ich einfach neu eingetopft, hat gut geklappt) auch Blüten kommen immer wieder.
    Trotzdem stellt mich das Gießen vor Herausforderungen, sie leben zwar, aber eignetlich schwankt es immer zwischen zu nass und zu trocken…vor allem in der Blühphase, die blütenstiele sind teilweise sehr lang, sehr sehr schwer und “knackig” es ist mir nicht möglich die Pflanze dann zu tauchen, eigentlich nichtmal richtig zu bewegen wenn ich nicht riskieren will das die Stiele abbrechen.
    Viele Grüße und bleibt gesund!

    1. Hallo und vielen Dank für deinen netten Kommentar. Ja, das Gießen ist immer wieder eine Herausforderung, vor allem bei üppig blühenden Exemplaren. Das kenne ich auch! Aber wenn sie bei dir so toll blühen scheinst du es ja doch insgesamt sehr richtig zu machen. Viel Erfolg und Freude weiterhin mit deinen Orchideen.
      Liebe Grüße
      Jessica

  6. ich wässere meine Orchideen 5min bis max.10Min.
    dannach immer gut abtropfen lassen, bevor sie wieder in den Übertopf kommen

    Düngen so gut alle 2Wochen mal, entweder mit Wachstums- oder Blütendünger von “Orchid Focus”

    bin mit dieser Methode bis jetzt sehr gut gefahren 🙂

    Gruss Martin

    1. Hallo Martin,

      vielen Dank für deinen Kommentar und die Infos zu deinem Gießverhalten. Scheinbar scheinst du so sehr gut zu fahren, prima.

      Viele Grüße
      Jessica

  7. Hallo Jessica, eine Frage zum gießen hätte ich noch : eine Orchidee ist direkt im Übertopf gepflanzt worden. Dadurch ist es mit dem tauchen nicht möglich und voll laufen, dann angießen blöd, da dadurch soviel von der “Erde” immer verloren geht. Bin ich jetzt doch gezwungen umzutopfen?
    L. G. Heike

    1. Hallo Heike,

      du musst natürlich nicht umtopfen, würdest dir und deiner Orchidee das Leben damit aber deutlich erleichtern. Die Gefahr von Wurzelfäulnis ist so wie es aktuell ist natürlich auch erhöht, da das Wasser nicht abläuft sondern die Wurzeln direkt in den kleinen Wasserpfützen stehen, die zurück bleiben. Mach dir lieber einmal die Arbeit und topfe um und danach gestaltet sich das Wässern etc. viel einfacher :-). Auf dem Blog findest du auch eine Schritt für Schritt Umtopfanleitung.

      Liebe Grüße
      Jessica

  8. Hallo Jessica!

    Danke für deinen Hilfreichen Tipp. Ich habe wieder viel dazugelernt. Ich informiere mich nämlich immer sehr gerne wenn es um Pflanzen geht. Aber eine Frage habe ich noch. Muss ich die Orchidee eigentlich auch düngen? und wenn ja welchen Dünger kannst du mir da raten? Würde mich um eine Antwort von dir freuen.

    Mit Freundlichen Grüßen

    Fiona Höfler

    1. Hallo Fiona,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ja, du solltest deiner Orchidee ab und zu etwas Dünger gönnen. Ich finde flüssigen Dünger immer am besten, den du einfach zum Gießwasser dazugibst. Es sollte unbedingt Orchideendünger sein, da die anderen, normalen Dünger meist zu hoch konzentriert sind. Im Zweifel auch immer etwas geringer dosieren als angegeben.

      Viel Freude mit deinen Orchideen und liebe Grüße
      Jessica

  9. Hallo Jessica muss ich meine Orchideen immer tauchen auch wenn sie abgeblüht sind und das auch einmal wöchentlich?

    1. Hallo Simone,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Du tauchst die Orchidee am besten immer dann, wenn der Topf wieder ganz leicht geworden ist. Das kann je nach Jahreszeit, Standort etc. mal nach einer Woche der Fall sein, mal aber auch schon nach wenigen Tagen oder auch erst nach zwei Wochen.

      Viele Grüße Jessica

  10. Hallo Jessica, ich habe schon wiederholt Versuche gemacht mit der Nelly Isler. Leider bekommt man die im Handel, egal ob im Gartencenter oder bei der Orchideengärtnerei (Das Fabrikat der Töpfe ist fast immer identisch…) die Nelly immer so, dass sie aus dem winzigen Topf herausquillt. Deshalb habe ich sie nach der Blüte umgetopft (mit Substrat vom Orchideengärtner), wonach die Pflanze. innerhalb von 1-3 Monaten abgestorben sind. Ich tauche meine Orchideen einmal wöchentlich in temperiertem Regenwasser. Eine erfahrene Orchideenliebhaberin empfahl mir ihre Methode, zweimal wöchentlich ein Schnapsglas voll gießen, aber das war offensichtlich zu wenig. Hast du eine Idee?

  11. Hallo Jessica,
    von Reisen nach Asien kenne ich Orchideen hängend an einem Stück Holz befestigt, die Wurzeln frei in der Luft. Draußen, aber auch in Räumen.
    Gibt es eine Möglichkeit, das bei unserem Klima auch zu machen?
    Vielen Dank, Anna

    1. Liebe Anna,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Du kannst diese Methode auch hier anwenden. Vandeen zum Beispiel werden generell fast immer wurzelnackt kultiviert. Ich kenne aber auch Orchideenfans, die z.B. Phalaenopsis wurzelnackt an Holz kultivieren. Wichtig ist dann eine für die Orchideen angenehme Luftfeuchte im Raum. Zudem sollten die Wurzeln häufiger mit Wasser besprüht werden. Tipps zur Luftfeuchtigkeit findest du auch hier. Liebe Grüße Jessica

  12. Hans Peter Heßler

    Hallo Jessica, eine Frage zum Thema Düngen, auf welche Art und Weise?
    Zunächst habe ich beim letzten Tauchen der Orchideen deine Technik mit dem Wasser im Übertopf ausprobiert. War soweit ok. Werde allerdings zu meiner Technik zurückkehren. Eine Schüssel mit genügend Wasser, das die Orchideen dort zur Hälfte oder höher im Wasser stehen. 3-4 Pflanzen. Dort bleiben sie einige Zeit stehen. Zusätzlich giesse ich immer wieder Wasser von oben über den Topfrand, sodas auch Wasser von oben durch den Topf läuft.
    Wenn es Zeit zum Düngen ist gebe ich das Düngemittel einfach mit zum Wasser in die Schüssel. So kann die Pflanze das Düngemittel länger aufnehmen, denke ich. Wenn man das Düngemittel nur von oben mit einem Kännchen oder so giesst, läuft es doch ziemlich schnell in den Topf durch.
    Gruss Peter

    1. Hallo Hans Peter, vielen Dank für deinen Kommentar. Du hast Recht, ich würde den Dünger auch mit ins Tauchwasser geben. Ich habe eine Zeit lang auch mehrere Pflanzen in einem Wasserbad gebadet. Leider breiten sich so aber auch Krankheiten schneller aus – bei mir waren es einmal Wollläuse – weshalb ich die Übertopfmethode bevorzuge. Viele Grüße Jessica

      1. Hans Peter Heßler

        Hallo Jessica, den Aspekt der Krankheitsübertragung hab ich bisher noch gar nicht in betracht gezogen. Soweit ich das erkennen kann sind unsere Pflanzen aber ziemlich sauber.
        Gruss Peter

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