Orchideenpflege im Herbst – Tipps und Tricks

Der Herbst ist da. Im September, Oktober und November wird es abends Stück für Stück früher dunkel und morgens später hell. Die Blätter an den Bäumen beginnen, sich in ihrer einzigartigen Weise zu verfärben. Eine schöne Jahreszeit. Auch für Orchideenfans. Denn viele Orchideen läuten im Herbst ihre Hauptblütezeit ein. Wie ihr eure Orchideen im Herbst richtig pflegt, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

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Tipp 1: Ausflügler von draußen wieder hereinholen

Habt ihr im Frühjahr oder frühen Sommer Orchideen nach draußen auf den Balkon oder in den Garten verfrachtet? Dann ist es jetzt allerhöchste Zeit, die meisten Pflanzen wieder herein zu holen. Lediglich kühl zu kultivierende Orchideen können noch etwas länger draußen bleiben. Dazu gehören etwa  Masdevallia oder auch Dendrobium nobile. Sobald der erste Nachtfrost droht, gehören sie aber lieber auch wieder ins Haus.

Im Herbst sollten wärmeliebende Orchideen wie beispielsweise Phalaenopsis wieder ins Haus geholt werden.

Vor dem Reinholen solltet ihr die Orchideen gründlich nach Schädlingen absuchen. Damit verhindert ihr, euch Schädlinge in die Wohnung einzuschleppen, die dann auf andere Pflanzen übersiedeln. Wenn die Pflanzen den Sommer über gut gewachsen sind, kann es sinnvoll sein, sie nach dem Reinholen zunächst umzutopfen. Das macht vor allem Sinn, wenn sie neue Blätter und vor allem viel neues Wurzelmaterial gebildet haben. Danach könnt ihr sie wieder an ihren gewohnten Platz.

Tipp 2: Sonnenbrandgefahr noch nicht unterschätzen

Die Tage werden wieder kürzer und auch die Intensität der Sonnenstrahlen nimmt Tag für Tag ab. Während es im Hochsommer noch im wahrsten Sinne brandgefährlich für die meisten Orchideen war direkter Mittagssonne ausgesetzt zu sein, wird jetzt die Gefahr wieder etwas geringer. Zu voreilig sollte man den Sonnenschutz aber nicht abnehmen. Denn auch ein sonniger Herbsttag birgt noch seine Tücken. Lieber noch ein wenig warten und die sonnenexponierten Fenster weiterhin mit dem Sonnenschutz ausgestattet lassen. So ist man auf der sicheren Seite.

Im Winter kann man dann in den meisten Regionen deutschlands an den meisten Fenstern den Sonnenschutz reduzieren oder gänzlich weglassen. So können die Orchideen das wenige Licht, welches die dunkle Jahreszeit bietet, vollkommen erhaschen.

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Tipp 3: Weniger Dünger und weniger Wasser

Die Hauptwachstumszeit für Blätter und Wurzeln der Orchideen ist abgeschlossen. Die Energie wird nun bei den meisten Gattungen in die Blütenbildung investiert. Der Bedarf an Wasser geht zurück. Deshalb sollte man das Wässern der Orchideen an die aktuellen Bedürfnisse der Pflanzen anpassen. Das heisst nur dann wässern, wenn die Orchidee auch wirklich Wasser benötigt.

Auch die Düngergaben können nun wieder reduziert werden. Im Handel werden spezielle Dünger angeboten, die auf die Bedürfnisse der Orchideen während der Blütenbildung angepasst sind. Es kann also nicht schaden, einen Dünger zu verwenden, dessen Nährstoffzusammensetzung zu dem passt, was die Orchidee vermutlich gerade am Nötigsten braucht.

Einige Orchideen beginnen im Herbst ihre Ruhezeit und benötigen dann sehr wenig bis gar kein Wasser mehr (z.B. Dendrobium nobile). Die meisten Orchideen allerdings, darunter die am häufigsten auf der Fensterbank zu findende Phalaenopsis, pausieren nicht und benötigen auch im Herbst Wasser und Dünger.

Tipp 4: Heizung an – Luftfeuchte beachten!

Sobald ihr in eurer Wohnung in den Räumen mit Orchideen in die Heizperiode startet, solltet ihr darauf achten, dass die Luftfeuchte im Raum nicht allzu stark absinkt. Denn das ist weder für die Orchideen noch für uns Menschen förderlich. Meist reichen einfache Maßnahmen, um die Luftfeuchte auf ein gutes Maß zu erhöhen. So kann man zum Beispiel die Wäsche im selben Raum trocknen, in dem die Orchideen stehen. Oder auch Verdunstungsschalen aufstellen, aus denen Wasser in die Luft abgegeben wird.

Im Herbst können Fensterbankschalen die Luftfeuchte für die Orchideen an Ort und Stelle erhöhen.

Wenn man die Luftfeuchte lokal besonders für die Orchideen erhöhen möchte, sind Fensterbankschalen eine gute Lösung. Ein Zeichen für eine zu geringe Luftfeuchte kann bei den Orchideen beispielsweise vorzeitiger Knospenfall sein. Bevor es dazu kommt, sollte man gegenlenken. Auch das regelmäßige Lüften der Räume mit Orchideen tut Mensch und Pflanze gut.

Ich wünsche euch viel Erfolg mit euren Orchideen und natürlich eine üppige Blüte! Kommt gut durch den Herbst!

Dieser Beitrag ist unter dem Titel Orchideen im Herbst – Tipps und Tricks in ähnlicher Form ebenfalls erschienen auf dem für Hobbygärtner sehr empfehlenswerten Blog Diese Rombergs.

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2 Kommentare

    • Hallo Adelheid, vielen Dank für deinen Kommentar. Das kommt darauf an, wie kühl und um welche Orchideen es sich handelt…?! Viele Grüße Jessica

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