Orchideenpflege im Jahreslauf: Oktober

Der Oktober ist da und der Herbst hat dich und deine Orchideen mittlerweile voll im Griff. War der September in diesem Jahr zeitweise noch sommerlich mild, haben die Temperaturen sich nun vielerorts bei deutlich unter 20 Grad eingependelt.

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Ich helfe dir in diesem Beitrag, deine Orchideen auch im Oktober gut zu pflegen. Vielleicht wurdest du schon mit der einen oder anderen Blüte belohnt. Falls nicht, Kopf hoch, gut weiter pflegen und das Blütenglück wird kommen. Los geht`s mit den Tipps für Oktober.

Nach drinnen mit deinen Orchideen

Du hast die noch recht milden Temperaturen im September genutzt, um deine kühl zu kultivierenden Orchideen noch ein wenig an der frischen Luft zu lassen? Dann wird es so langsam Zeit, sie wieder ins Haus oder die Wohnung zu holen. Denn auch wenn die Temperaturen am Tag mancherorts noch ordentlich klettern: die Nächte werden mittlerweile richtig frisch.

Wenn du deine Orchideen ins Haus holst vergesse nicht, sie vorher auf Schädlinge zu kontrollieren, um sie dir nicht ins Haus und damit in deinen gesamten Zimmerpflanzenbestand zu schleppen. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst stelle die Freiluftpflanzen für die ersten Wochen separat von allen anderen Pflanzen auf. Hast du Schädlinge an deinen Orchideen entdeckt lassen sich einige von ihnen möglichst natürlich mit Neemöl vertreiben.

Phalaenopsis Orchideen mögen es ganzjährig warm und sind drinnen am besten aufgehoben. Aber auch für kühl zu kultivierende Orchideen wird es nun draußen zu frisch.

Keine Panik bei gelb werdenden Blättern

Deine Orchideen verlieren plötzlich vermehrt Blätter oder die Blätter werden langsam gelb? Keine Panik, das ist zuerst einmal ganz normal. Bei monopodialen, das heißt aus einem Stamm weiter wachsenden Orchideen wie beispielsweise Phalaenopsis, sind die untersten Blätter am ältesten. Werden diese gelb, ist das der ganz normale Alterungsprozess.

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Dass dies vor allem jetzt im Oktober, zu Beginn des Herbstes, passiert liegt daran, dass deine Orchidee sich nun auf die Blütenbildung konzentriert. Da die Orchidee nur begrenzte Energiereserven hat – und durch den Lichtmangel weniger Energie zur Verfügung steht – entscheidet sie sich also jetzt pro Blüten und kontra ältere Blätter.

Ab in die Oktober-Sonne

In den letzten Monaten habe ich Monat für Monat gepredigt, dass du deine Orchidee vor direkter Sonneneinstrahlung schützen sollst. Nun kann ich dir in diesem Punkt Entwarnung geben. Spätestens ab Ende Oktober musst du dir keine Gedanken mehr machen, wenn deine Orchidee die Sonne direkt abkriegt.

Denn mittlerweile ist die Intensität der Strahlung auf einem so geringen Maß angekommen, dass es in der Regel nicht mehr zu Sonnenbrand kommt. Positiver Nebeneffekt: deine Orchidee erhält bei direktem Sonnenlicht mehr von der in der dunkleren Jahreszeit mangelnden Ware Licht.

Deine Phalaenopsis bekommt unten gelbe Blätter? Da im Herbst alle Energie in die Blüten gesteckt wird verabschiedet sie sich so von alten Blättern. Also kein Grund zur Sorge.

Weniger Düngen und Gießen

Durch die niedrigeren Temperaturen und die geringere Lichtintensität verbraucht deine Orchidee nun deutlich weniger Wasser. Das liegt auch daran, dass nun das Wachstum der Blätter und Wurzeln deutlich langsamer von statten geht. Du solltest also dein Gießintervall an den reduzierten Bedarf anpassen und nur noch jedes zweite oder dritte Mal Dünger zugeben.

Wenn du nicht sicher bist, ob deine Orchidee erneut Wasser braucht, kannst du auch im Oktober weiterhin den Anhebetest machen. Dazu hebst du die Orchidee aus ihrem Übertopf. Ist sie ganz leicht und sind an den Wänden ihres Topfes keinerlei Tropfen mehr zu sehen, ist es Zeit für das nächste Wässern. Andernfalls kannst du den Test nach ein paar Tagen wiederholen.

Mit diesen Tipps kommt deine Orchidee gut über den Oktober und schenkt dir hoffentlich bald die ersten Blüten. Viel Freude und Erfolg weitering bei der Orchideenpflege. Sind Fragen offen geblieben? Dann freue ich mich auf deinen Kommentar!

Der Beitrag ist in ähnlicher Form ebenfalls erschienen auf dem für Hobbygärtner sehr empfehlenswerten Blog Diese Rombergs.

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