„Weniger Ausstellungen, aber dafür richtig geil!“ – Interview mit Marei Karge aus dem Orchideengarten

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Marei Karge betreibt den Orchideengarten in Dahlenburg, einen Familienbetrieb, den ihr Urgroßvater vor mehr als 100 Jahren gründete. Ich habe Marei gefragt, welchen Ausblick sie uns in Sachen Orchideenausstellungen für 2022 und 2023 geben kann, mit welchen Herausforderungen die Veranstalter zu kämpfen haben und auf welche Ausstellung sie sich persönlich am meisten freut.

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Jessica: Marei, was sind aktuell die größten Herausforderungen für euch als Orchideenhändler, insbesondere für die Organisation von Orchideenausstellungen?

Marei: Ich denke, dass es aktuell besonders wichtig ist, sich den neuen Gegebenheiten unserer Zeit anzupassen und nicht blind darauf zu vertrauen, dass jede Orchideenausstellung heute noch ein Selbstläufer ist.

Auf der anderen Seite haben Orchideenausstellungen ein riesiges Potenzial, da die Themen „Grün“ und „Urban Jungle“, wozu die Orchideen ja eindeutig zählen, gerade einen riesengroßen Hype erleben und dort sehr viel Potenzial ausgeschöpft werden kann.

Wichtig ist hierbei, viel Energie in die Kommunikation, vor allem die Onlinekommunikation zu stecken. Denn dort wartet heute ein großer Teil der Zielgruppe darauf, erreicht zu werden.

Eine weitere Herausforderung ist es sicher auch, Aussteller zu finden. Denn durch die überall steigenden Kosten steigt auch das finanzielle Risiko, bei einer schlecht besuchten Ausstellung zu viel investiert zu haben.

Jessica: Das klingt durchwachsen, aber mit Potenzial. In der zweiten Jahreshälfte 2022 und auch für 2023 können wir uns aber doch endlich auch wieder auf Orchideenausstellungen freuen, oder Marei?

Marei: Richtig! Bei uns im Orchideengarten wurde ja am ersten Juliwochenende nach der langen Pause mit dem Sommertreff der Deutschen Orchideen-Gesellschaft schon die erste größere Orchideenausstellung ausgerichtet.

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Nach diesem tollen Auftakt geht es dann für uns vom 16. bis 18. September 2022 nach Löbau in Sachsen zur Internationalen Orchideenschau. Gleich anschließend sind wir vom 23. bis 25. September 2022 in Berlin. Dort findet in der schönen Umgebung des Botanischen Gartens im neuen Glashaus eine große Orchideenausstellung statt. Zwei vom Konzept her unterschiedliche Ausstellungen, aber beide sicher sehenswert.

Für 2023 hoffe ich dann sehr, dass die Orchideenschau in Dresden im Rahmen der Dresdner Ostern endlich wieder stattfinden wird. Ich denke sowieso, dass der Trend im Allgemeinen eher hin zu weniger und dafür größeren Orchideenausstellungen geht.

Das halte ich für eine ganz gute Idee und eigentlich auch die einzige Möglichkeit, wie es weitergehen kann. Für 2023 steht außerdem auch die Bundesgartenschau in Mannheim auf dem Plan. Das, soviel kann ich versprechen, wird auf jeden Fall ein richtiger Hingucker!

Denn wir machen zwar weniger Ausstellungen, aber die, die wir dann machen, werden dafür auch richtig geil.

Immer eine Empfehlung ist auch die jährliche Orchideenausstellung in der Biosphäre Potsdam. Mit ihrem interaktiven Konzept und den vielen zusätzlichen Ideen wie Fotoausstellungen oder Rätseln im tollen Ambiente der Biosphäre kann eigentlich nichts schiefgehen.

Jessica: Und auf welche Orchideenausstellung freust du dich persönlich am meisten?

Marei: Ich denke, ich freue mich am meisten auf Dresden. Die Ausstellung dort ist das Flaggschiff der deutschen Orchideenausstellungen und hat jetzt echt lange nicht stattgefunden.

Der Orchideengarten wird in Dresden einen besonders großen Ausstellungsstand beitragen, der ein echter Show-Stopper wird.

Außerdem hoffe ich, dort viele Gesichter wiederzusehen, die ich sehr lange nicht persönlich gesehen habe.

Jessica: Vielen Dank liebe Marei für das nette und mega interessante Interview. Vielleicht sehen wir uns ja im September in Berlin.

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2 Kommentare

  1. Endlich wieder Orchideenausstellungen! Ich vermisse sie soooo sehr. Mal sehen, welche ich besuchen werde…

    1. Oh ja, das geht mir genauso und ich freue mich auch sehr! 🙂

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