Fünf Fakten zu Gartenorchideen 🪴

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Gartenorchideen? Wenn wir an Orchideen denken, dann denken wir oft zuerst an die tropischen und subtropischen Vertreter, die in fernen Ländern auf Bäumen wachsen und bei uns nur auf der warmen Fensterbank oder im Gewächshaus.

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Doch unter den bis zu 30.000 von Botanikern anerkannten Orchideenarten weltweit gibt es auch einige, die sich an unsere Gefilde angepasst haben. Diese heimischen Orchideen wachsen an ihren Ansprüchen entsprechenden, naturnahen Standorten in Wäldern, auf Trockenrasen, in Flachmooren oder auf Feuchtwiesen.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass auch die Gärtner*innen hierzulande Orchideen irgendwann für sich entdeckt haben. Vielleicht hast du ja auch bereits eine oder gar mehrere Orchideen in deinem Garten oder auf deinem Balkon?

Falls du noch unschlüssig bist, ob du es einmal mit einer Gartenorchidee versuchen sollst, gebe ich dir hier fünf Fakten zur Gartenorchidee als Entscheidungshilfe:

1. Gartenorchideen sind winterhart und pflegeleicht ❄

Auch wenn richtig kalte und frostige Winter hier bei uns immer mehr zur Seltenheit werden: Sollte es doch mal eisig sein, ist das für die Gartenorchideen kein Problem. Denn sie sind bis zu – 20 Grad Celsius winterhart. Auch Regen und Schnee machen diesen Orchideen nichts aus. Einmal ausgepflanzt sind sie wirklich pflegeleicht und brauchen, anders als ihre tropischen Verwandten, auch während der Urlaubszeit keine Vorbereitung oder Betreuung. Wird es allerdings einmal extrem trocken, heiß oder regnet dauerhaft, kommt auch die Gartenorchidee irgendwann an ihre Grenze.

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2. Gartenorchideen werden auch Erdorchideen genannt 🔎

Ein weiterer Name für Gartenorchideen ist Erdorchideen. Dieser Name gibt einen Hinweis darauf, dass Gartenorchideen nicht in speziellem Orchideensubstrat wachsen, sondern in Erde. Diese muss je nach Gattung unterschiedlichen Ansprüchen an Feuchtigkeit, Durchlässigkeit, Nährstoffgehalt und so weiter erfüllen. (Mehr dazu gibt es in einem Gastbeitrag von mir auf dem Garteninspektor-Blog).

Frauenschuhe der Gattung Cypripedium sind die wohl bekanntesten Vertreter der Gartenorchideen.

3. Erdorchideen im Handel stammen aus künstlicher Vermehrung 👩‍🔬

Orchideen, egal ob tropische Orchidee oder Erdorchidee, stehen unter strengem Naturschutz. Das rührt daher, dass sie vor allem an naturnahen Standorten gedeihen. Diese sind leider in den letzten Jahren und Jahrzehnten aus verschiedenen, vom Menschen verursachten Gründen immer seltener geworden. Es ist daher absolut verboten, Orchideen aus der freien Natur zu entnehmen. Die Gartenorchideen, die du im Handel kaufen kannst, stammen alle aus der künstlichen Vermehrung. Und tragen so auch ein wenig zum Artenschutz und -erhalt bei. Du möchtest auch etwas zum Schutz der Orchideen beitragen? Werde Orchideenfans-Mitglied.

4. Gartenorchideen vermehren sich am richtigen Standort von selbst 🐣

Wenn du deine Gartenorchidee an einen Standort gepflanzt hast, den sie mag, ist sie praktisch ein Selbstläufer. Nicht nur die Pflege macht sie dir leicht, sondern auch die Vermehrung. Gefällt es ihr dort, wo sie steht, kannst du in den nächsten Jahren mit Orchideennachwuchs in unmittelbarer Nähe rechnen.

5. Erdorchideen folgen unseren Jahreszeiten 🍂

Da sie an unsere Temperaturen angepasst sind, folgen Gartenorchideen auch unseren Jahreszeiten. Nach der Winterruhe sprießen die Orchideen im frühen Frühling aus der Erde. Geblüht wird ab dem zeitigen Frühjahr im Mai und Juni, vereinzelt auch bis in den Herbst. Nach der Blüte ist die Vermehrung an der Reihe. Die Orchidee bildet Blütenanlagen und Neutriebe. Der Herbst steht dann ganz im Zeichen der anstehenden Winterruhe. Viele Erdorchideen bilden dann eine sogenannte Winterknospe und überwintern geschützt direkt unter der Erdoberfläche.

Auch wenn sie auf den ersten Blick etwas unscheinbarer sind, so stehen unsere heimischen Orchideen ihren tropischen und subtropischen Vertretern auf den zweiten Blick in nichts nach. Wenn du die Möglichkeit hast, probiere es doch einfach einmal aus.

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