Dresden 2015 Symbolbild

Kennt ihr das auch? Man versenkt seine Nase tief in eine Orchideenblüte, nur um dann enttäuscht festzustellen, dass die ja gar nicht duftet. Es könnte sich trotzdem lohnen, später noch einmal an ihr zu riechen. Denn vielleicht hat man einfach nur zur falschen Uhrzeit geschnüffelt?

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Orchideen haben sich in Sachen Duft perfekt an ihre Bestäuber angepasst: sie duften meist nur zu der Tageszeit, zu der diese auch unterwegs sind. Oder sagen wir lieber: am Naturstandort unterwegs wären.

Da die Riege der Bestäuber bei den Orchideen von Fliegen über Schmetterlinge bis hin zu Kolibris reicht ist auch die Zeit, zu der eine Orchidee duftet, individuell verschieden. Einige duften nur am Nachmittag, andere in der Nacht und manche irgendwann dazwischen, wenn die Sonne auf sie scheint.

Nicht alle Orchideen sind Duftorchideen

Dann hängt das mit dem Duft generell natürlich auch von der Art der Orchidee ab beziehungsweise von den Arten, aus denen sie gekreuzt wurde. Manche Arten haben von Natur aus einen intensiven Duft, andere wiederum nur einen ganz dezenten. Und wieder andere bilden Blüten aus, die völlig geruchslos sind.

Nicht nur die Intensität der Düfte unterscheidet sich übrigens, es gibt gleichzeitig bei den Orchideen auch eine große Vielfalt an Duftnoten. Von süsslich über zitronig bis hin zu muffig – wie zum Beispiel bei den Orchideen der Gattung Stanhopea – ist alles mit dabei. Mit etwas Glück kann man auch im Baumarkt eine duftende Orchidee entdecken. Immer mal wieder die Nase ran halten lohnt sich also!

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Da ich auf meiner Orchideenfans-Seite oft danach gefragt werde, welche Orchideen denn nun duften möchte ich euch einige Arten aus verschiedenen Gattungen vorstellen, deren Duft ich besonders gerne mag und die recht häufig zum Verkauf angeboten werden.

Duftorchideen

Nelly IslerBurrageara Nelly Isler
Diese Orchidee sieht mit ihren auffallend roten Blüten nicht nur besonders toll aus, sondern verströmt auch einen intensiven, blumigen Duft. Ich hatte einmal das Glück, zum Blühhöhepunkt von Burrageara Nelly Isler zufällig im Orchideengarten Karge in Dahlenburg vorbei zu schauen – das gesamte Gewächshaus duftete nach ihr!

 

 

 

Maxillaria tenuifoliaMaxillaria tenuifolia
Diese Orchidee wird auch Kokosorchidee genannt – nicht umsonst. Denn ihre ansehnlichen, roten Blüten duften wirklich herrlich und sehr intensiv nach Kokos. Wieso habe ich die eigentlich noch nicht selber auf der Fensterbank?!

 

 

 

 

OnciTiny Twinkledium Tiny Twinkle
Die Blüten sind klein, haben es aber duftmäßig in sich. Es gibt verschiedene Tiny Twinkle-Kreuzungen. Allen gemein ist ein sehr lieblicher, süsser Duft, an dem ich persönlich mich nicht satt riechen kann. Leider komme ich aber immer nur beim Orchizüchter oder im Gartencenter in den Genuss. Denn zuhause habe ich für die Gattung Oncidium bisher kein Händchen beweisen können.

 

 

 

PhalaenopLiodorosis Liodoro
Diese Phalaenopsis-Hybride, in die unter anderem das duftende Elternteil Phalaenopsis bellina mit eingekreuzt ist, hat einen recht intensiven, sehr zitronigen Duft. Sie duftet vor allem zur Mittagszeit. Am intensivsten ist der Duft, wenn die Blüten mehr oder weniger direkte Sonne abkriegen. Diese Art findet man häufig auch in gut sortierte Gartencentern und sie ist eine pflegeleichte und dankbare Orchidee, die für Anfänger sehr gut geeignet ist.

 

 

 

Propetalum Golden BayPropetalum Golden Bay
Diese Kreuzung aus Zygopetalum und Promenaea duftet insbesondere zur Mittagszeit intensiv süsslich-blumig. Der Duft ist so intensiv, dass bei mehreren offenen Blüten ein ganzer Raum damit ausgefüllt werden kann.

 

 

 

 

Es gibt natürlich noch ganz viele weitere duftende Orchideen. Einfach hier und da mal die Nase ran halten und entdecken.

Da Geschmäcker und auch “Gerücher” bekanntlich verschieden sind darf natürlich jeder für sich entscheiden, welche Duftnote ihm am liebsten ist. Ich für meinen Teil finde es herrlich, an einem sonnigen Tag in mein Wohnzimmer zu kommen und von einer Orchideenduftlawine überrollt zu werden. Orchideen haben eben nicht nur optisch etwas zu bieten! 🙂

Der Beitrag ist unter dem Titel ‘Der Duft der Orchideen‘ in ähnlicher Form ebenfalls erschienen auf dem für Hobbygärtner sehr empfehlenswerten Blog ‘Diese Rombergs‘.

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2 Kommentare

  1. Welche Erde braucht eine Duftorchidee

    1. Hallo Andreas,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Duftorchideen gibt es in vielen Gattungen und so lässt sich die Frage nicht pauschal beantworten. Auf jeden Fall solltest du spezielles Orchideensubstrat verwenden.

      Viele Grüße Jessica

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