Phalaenopsis salire: Diese Orchideenart trotzt dem Lockdown

Wochenlanger Lockdown, geschlossene Gartencenter und Baumärkte und die Ehemänner dank Homeoffice fast durchgehend Zuhause. Das sind denkbar schlechte Bedingungen für die erst vor drei Jahren entdeckte Orchideenart Phalaenopsis salire (Orchideenfans.de berichtete).

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Umso erstaunlicher, dass es die auch als Gemeine Springorchidee bekannte Art dennoch geschafft hat, zu überleben – und sich sogar weiter zu verbreiten.

Das Verbreitungsgebiet von Phalaenopsis salire vor dem Lockdown

Für alle, die bisher noch nichts von dieser äußerst anpassungsfähigen Orchideenart gehört haben, hier eine kurze Zusammenfassung: Phalaenopsis salire ist bevorzugt in den Pflanzenabteilungen von Baumärkten und Supermärkten zu finden.

Nähert sich ihr ein potenzieller Wirt, ist er quasi verloren. Denn die Art schafft es mit beachtenswerter Hartnäckigkeit, in den Einkaufswagen zu springen und sich dort bis zur Kasse so fest zu verankern, dass der Wirt keine andere Chance hat. Er muss sie kaufen und mitnehmen.

Prognose: Schließungen und Ehemänner im Homeoffice führen zum Aussterben der Art

Nun waren sich viele Experten Anfang 2020 einig: Der Lockdown und insbesondere die Schließungen der Baumärkte und Gartencenter werden dazu führen, dass die Art stark zurückgedrängt wird. Oder die widrigen Bedingungen sogar zum Aussterben von Phalaenopsis salire führen.

Gut getarnt in einem unauffälligen Paket kommt die Gemeine Springorchidee ohne Hindernisse ins Haus.

Der Fakt, dass Dank Homeoffice die Ehemänner, nachweislich die wichtigsten natürlichen Feinde der Art, dauerhaft Zuhause sind, bestärkte die Experten in ihrer Prognose.

Denn wo sich Phalaenopsis salire sonst zuhause unbemerkt zwischen die vielen anderen Orchideen auf der Fensterbank schmuggeln konnte, würde ihre Ankunft nun deutlich häufiger bemerkt werden.

Geänderte Verbreitungstrategie brachte den Erfolg

Doch da hatten die Experten die Rechnung ohne die Gemeine Springorchidee gemacht. Anpassungsfähig wie sie ist suchte sie sich nach kürzester Zeit einen neuen Verbreitungsweg: den Online-Handel.

So mischte sie sich unbemerkt in die Online-Shops der Orchideengärtnereien und Gartencenter, präsentierte sich dort von ihrer schönsten Seite und schaffte es so, die Mausklicks auf sich zu ziehen. Sie landete zu tausenden in den virtuellen Warenkörben und schließlich, getarnt in unauffälligen braunen Versandkartons, in den deutschen Wohnzimmern.

Sie erkannte das große Potenzial, das dahintersteckte. Denn plötzlich konnten auch Wirte aus weiter entfernten Städten und Bundesländern bezirzt und zum Kauf animiert werden.

Phalaenopsis salire – eine ganz klare Krisen-Gewinnerin!

Mit ihrer geänderten Strategie avancierte die Gemeine Springorchidee trotz Lockdown und Co. zur absoluten Krisengewinnerin. Es ist davon auszugehen, dass die Art ihren Siegeszug weiter fortsetzen wird. Alle Orchideenfans sollten deshalb auf der Hut sein – auch beim Online-Shopping!

Einmal angekommen, wird der Wirt Phalaenopsis salire (hier links im Bild) nicht mehr los.

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Hat die Gemeine Springorchidee auch dich schon einmal befallen? Vielleicht besonders in der letzten Zeit, in der sie auch online lauert? Dann melde dich gerne in den Kommentaren und tausche dich mit anderen Betroffenen aus. Nur Mut, du bist nicht alleine!

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