Neue Orchideenart entdeckt: Phalaenopsis salire – Gemeine Springorchidee

Nicht nur in tropischen und subtropischen Gefilden, auch bei uns in den mittleren Breiten kommt es manchmal zu sensationellen Entdeckungen. So ist es – wie gerade erst bekannt wurde – Wissenschaftlern in Deutschland geglückt, eine neue Orchideenart ausfindig zu machen. Die Wissenschaftler gaben ihr den Namen Phalaenopsis salire, zu Deutsch die Gemeine Springorchidee.

Weit verbreitet und äußerst heimtückisch

Zu finden ist die Gemeine Springorchidee vor allem in den heimischen Supermärkten. Aber auch Baumärkte und Blumenläden gehören zu ihrem äußerst großen Verbreitungsgebiet. Optisch lässt sich die Art nicht gut abgrenzen, denn sie erscheint in vielen verschiedenen Blütenfarben, -formen und -größen.

Allen Exemplaren gemein ist jedoch die Eigenschaft, einfach in vorbeifahrende Einkaufswagen oder vorbeilaufende Einkaufskörbe zu springen und sich dort bis zur Kasse so festzukrallen, dass ein erneutes Weglegen in den meisten Fällen unmöglich ist. Der so befallene Wirt, oft sind Orchideenfans betroffen, hat keine andere Wahl. Er muss die Orchidee kaufen und mit Nachhause nehmen.

Hilfegesuche in den sozialen Netzwerken

Dass die Art in Ausbreitung begriffen ist lässt sich vor allem in den sozialen Netzwerken erkennen. Immer häufiger finden sich dort Hilfegesuche von Opfern der Springorchideen. Neben Bildern der fast schon parasitären Art werden Sätze wie „Sie ist einfach in meinen Einkaufswagen gesprungen“ oder „Sie zwang mich sie mitzunehmen, dabei habe ich doch gar keinen Platz mehr“ gepostet.

Nicht selten befallen gleich mehrere Exemplare zusammen den Wirt, so dass mitunter im Einkaufskorb kaum noch Platz für die eigentlichen Einkäufe bleibt. „Ich wollte nur kurz zum Baumarkt Schrauben besorgen. Am Ende kam ich mit nichts außer drei Orchideen Nachhause“. Solche oder ähnliche Fälle häufen sich.

Einzige Rettung: Natürliche Feinde

Aber es gibt zum Glück auch natürliche Feinde, die der Springorchidee Einhalt gebieten können. Als Springorchideenfeind Nummer 1 gilt immer noch der eigene Partner, den man unbedingt mit zum Einkauf nehmen sollte, um sich vor dem Befall durch eine Springorchidee zu schützen.

Sätze wie „So eine hast du doch schon!“ oder auch „Wo sollen wir die denn noch unter kriegen?“ scheinen die Springorchidee derart abzuschrecken, dass sie sich nicht traut,  in den Einkaufswagen zu springen und lieber an Ort und Stelle bleibt, um auf einen geeigneteren Wirt zu warten.

Ein ebenfalls gefürchteter Feind ist die Geldbörse des Wirts. Hat es die Springorchidee bis zur Kasse geschafft hilft meist nur noch eine leere Geldbörse, dem Befall zu entkommen. Die Springorchidee gesellt sich in diesem Fall ebenfalls nach kurzem Zwischenstop bei der Kassiererin wieder an ihren ursprünglichen Platz.

Andernfalls hilft es nur, die Standorte der Springorchidee zu meiden oder weiträumig zu umfahren. Denn ein erneuter Befall ist jederzeit möglich.

Befall melden!

Hat euch auch schon mal eine Springorchidee befallen? Dann meldet es gerne in den Kommentaren und tauscht euch mit anderen Betroffenen aus.

6 Kommentare

  1. Echt super Bericht. Muss immernoch lachen. Bei mir schaffen es auch immer wieder Springorchideen in dem Einkaufskorb.
    Als Abschreckpunkt kann ich aber noch ein Indiz dazulegen. Manchmal gibt es Haustierchen inklusive dazu.

  2. Die Springorchidee ist im Raum Erfurt stark verbreitet.
    Es ist fast unmöglich ihr zu entgehen. Der einzig wirksame Schutz ist ein Ehemann, der die Orchideen mit bösen Blick abwehrt.

  3. super!
    Zu erwähnen wäre noch, das dieser Befall der Phalaenopsis salire sich oft und in den meisten Fällen weiter entwickelt und man sich es anschließend mit der erweiterten Form wie Primärhybride und Naturform, fast automatisch ansteckt! Was wiederum noch teurer und die Bandbreite des Parasiten deutlich größer und umfangreicher ist, hat man erstmal eine Orchideenzucht betreten! Der Verlauf ist ähnlich wie bei der Phalaenopsis salire, wobei ich aus eigener Erfahrung sagen kann, dass diese Weiterentwicklung deutlich hartnäckiger sind

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