Ihr fragt, ich antworte #11: Wann muss ich meine Orchidee umtopfen?

Es ist wieder Zeit für einen neuen Beitrag aus der Reihe: Ihr fragt, ich antworte.

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Danke, dass ihr mir hier auf meinem Orchideenfans Blog und auf der Orchideenfans Facebookseite immer so zahlreiche spannende Fragen zur Orchideenpflege stellt. Jeden Monat picke ich mir eine davon heraus und beantworte sie hier für alle in einem eigenen Beitrag.

Sandra B. schreibt:

Ich habe eine Frage zum Thema Orchideen umtopfen. Überall lese ich verschiedene Angaben dazu, wie oft und wann ich meine Orchidee umtopfen soll. Von besser gar nicht und bloß nicht zur Blüte bis einmal im Jahr, egal wann, ist so ziemlich alles dabei. Was ist nun richtig?

Liebe Sandra,

vielen Dank für deine interessante Frage. Das Thema Orchideen umtopfen ist immer spannend und sozusagen ein Dauerbrenner. Kein Wunder, dass du bei deiner Recherche ganz viel dazu gefunden hast.

Und in der Tat ist es so, dass jeder es ein wenig anders macht. Ich möchte dir aber gerne berichten, wie ich es seit Jahren mit meinen Orchideen mache und dir die Frage “Orchideen wann umtopfen?” aus meiner Sicht beantworten.

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Orchideen alle zwei Jahre umtopfen

Zunächst einmal zum ersten Teil deiner Frage, der nach der Häufigkeit des Umtopfens. Ich topfe meine Orchideen etwa alle zwei Jahre in frisches Orchideensubstrat um.

Der Grund ist, dass sich durch das Düngen und auch durch Kalk im Gießwasser Ablagerungen auf dem Substrat bilden. Diese führen irgendwann dazu, dass es in Wurzelnähe etwas zu salzig für die Orchideenwurzeln wird.

Um dem vorzubeugen tausche ich alle zwei Jahre das komplette Substrat gegen frisches ohne Ablagerungen aus. Nun hat die Orchidee es wieder kuschelig rund um die Wurzeln. Und muss keine Schäden durch zu viel Salz befürchten.

Expertentipp: Hast du deine Orchidee neu gekauft, ist es ratsam, sie ebenfalls direkt in frisches Orchideensubstrat umzutopfen. Denn in der Regel steht die Pflanze schon seit einiger Zeit in ihrem Substrat.

Orchideen umtopfen: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Orchideen am besten im Frühjahr umtopfen

Nun zum zweiten Teil deiner Frage: Wann ist die beste Zeit zum Umtopfen? Eins vorweg: generell kannst du deine Orchidee immer und zu jeder Jahreszeit umtopfen. Auch während der Blüte. In den meisten Fällen stecken die Pflanzen das, solange du behutsam vorgehst, gut weg. Wenn nötig, kannst du also auch im Winter zur Tat schreiten.

Die beste Zeit zum Umtopfen ist allerdings der Frühling. Das hat mehrere Gründe. Zum einen haben die meisten Orchideen im Frühjahr ihre Jahresblüte bereits hinter sich. Das erleichtert das Umtopfen vom Handling her, da du nicht auf die teils empfindlichen Blütentriebe aufpassen musst.

Zum anderen fängt deine Orchidee im Frühling mit dem Blatt- und Wurzelwachstum an. Die neuen Wurzeln können sich so gleich im frischen Substrat verankern und sich schön im Topf festwachsen.

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Fazit: Zwei Faustregeln zum Orchideen umtopfen

Wie du siehst ist das Thema Orchideen umtopfen gar nicht so kompliziert, wie es scheint. Du musst dir eigentlich nur folgende zwei Faustregeln merken:

  • Orchideen alle zwei Jahre in frisches Substrat umtopfen
  • Orchideen am besten im Frühling umtopfen

Wenn du dich daran hälst, und vielleicht noch meine Schritt für Schritt-Umtopfanleitung zu Rate ziehst, kann in Sachen Umtopfen eigentlich nichts mehr schief gehen.

Ich wünsche dir und allen Lesern weiterhin viel Freude mit den Orchideen.

Eure Jessica

Dieser Beitrag ist in ähnlicher Form erschienen auf dem für Hobbygärtner sehr empfehlenswerten Blog Diese Rombergs.

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4 Kommentare

  1. Ich benutze nur Wasser das durch den Brita Wasserfilter gelaufen ist und danach ein paar Tage absteht. Ich weiß immer noch nicht ob das gut ist?

    • Hallo und vielen Dank für deinen Kommentar. Das Wasser aus dem Wasserfilter kannst du ohne Probleme nehmen, schaden tut es auf jeden Fall nicht :-). Viele Grüße Jessica

  2. Liebe Jessica,
    Du nennst hier als einen Grund fürs Umtopfen Dünger- und Kalkablagerungen im Substrat.
    Beim Dünger halte ich mich strikt an die Anweisungen, um nicht zu überdüngen. Aber vor allen Dingen benutze ich als Gießwasser für alle meine Orchideen–die meisten Phalaenopsis aber auch zwei Dendrobien–nur destilliertes Wasser, das ich von meinem Luftentfeuchter im Keller bekomme. (Für andere Zimmerpflanzen, die kalkarm begossen werden sollten, nutze ich seit kurzem nur abgekochtes und über Nacht abgestandenes Leitungswasser.)
    Mache ich damit für meine Orchideen etwas falsch? Denn Du scheinst ja anzunehmen, dass auch die Orchideen mit kalkhaltigem Leitungswasser gegossen werden.
    Grüße aus Hamburg und Dank im Voraus

    • Hallo und vielen Dank für deinen Kommentar 🙂

      In der Tat gibt es Orchideen, die Kalk im Wasser mögen oder sogar brauchen. Dazu gehören zum Beispiel einige Frauenschuhe. Bei Phalaenopsis oder Dendrobium musst du dir aber keine Sorge machen, sie brauchen nicht unbedingt Kalk und du machst entsprechend nichts falsch.

      Viele Grüße und weiterhin viel Vergnügen mit deinen Orchideen.
      Jessica

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